PV-Förderung in Deutschland 2026
In Deutschland setzt sich die Förderung für Photovoltaik nicht nur aus klassischen Zuschüssen zusammen. Für viele Projekte sind vor allem steuerliche Vorteile, die Einspeisevergütung nach dem EEG und zinsgünstige Finanzierungen entscheidend. Welche Lösung am besten passt, hängt davon ab, ob Strom überwiegend selbst genutzt, eingespeist oder im Rahmen eines größeren Projekts vermarktet werden soll.
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Steuerbefreiung bei PV-Anlagen? Das gilt zur 0-%-Umsatzsteuer
Ein zentraler Vorteil in Deutschland ist weiterhin der Nullsteuersatz auf Photovoltaikanlagen. Laut Bundesfinanzministerium gilt die 0-%-Umsatzsteuer für Solarmodule sowie für wesentliche Komponenten und Speicher, wenn die Anlage auf oder in der Nähe von Wohngebäuden oder bestimmten gemeinwohlorientierten Gebäuden installiert wird. Auch Wechselrichter, Batteriespeicher, Energiemanagementsysteme und die notwendige Ertüchtigung des Zählerschranks können darunter fallen.
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PV-Einspeisevergütung und Marktprämie nach dem EEG
Wer Solarstrom ins Netz einspeist, kann in Deutschland weiterhin von der EEG-Förderung profitieren. Die Bundesnetzagentur weist für Solaranlagen bis 100 kWp eine Einspeisevergütung aus, deren Höhe je nach Anlagengröße gestaffelt ist: Für Anlagen bis 10 kWp gelten niedrigere Sätze bei Überschusseinspeisung und höhere Sätze bei Volleinspeisung; für Anlagen zwischen 10 und 100 kWp gelten entsprechend angepasste Vergütungssätze je Leistungsstufe. Für Anlagen ab 100 kWp kommt statt der klassischen PV-Einspeisevergütung die Marktprämie in der Direktvermarktung infrage.
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KfW-Förderung: Photovoltaik und Speicher
Wer kein Zuschussprogramm nutzt oder die Investition finanzieren möchte, kann den KfW-Kredit Erneuerbare Energien – Standard (270) prüfen. Laut KfW ist das Programm für Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung, Netze und Speicher offen und richtet sich an Privatpersonen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Förderfähig sind dabei auch Batteriespeicher.
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Steuerliche Entlastungen bei der Einkommensteuer
Zusätzlich zur Umsatzsteuer gibt es in Deutschland auch einkommensteuerliche Erleichterungen für viele kleinere PV-Anlagen. Das Bundesfinanzministerium erklärt, dass für Anlagen bis 30 kWp auf Einfamilienhäusern und bestimmten Gewerbeimmobilien bereits seit 2022 keine Ertragsteuern mehr anfallen. Für Mehrfamilienhäuser und gemischt genutzte Immobilien gilt die Steuerbefreiung je Wohn- oder Geschäftseinheit bis 15 kWp, insgesamt jedoch maximal 100 kWp pro Steuerpflichtigen und Objekt.
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Mieterstrom und Mehrparteienhäuser
Für Gebäude mit mehreren Wohnungen kann neben der Einspeisevergütung auch der Mieterstromzuschlag relevant sein. Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass der Mieterstromzuschlag unter bestimmten Voraussetzungen für die direkte Belieferung von Hausbewohnern mit Solarstrom genutzt werden kann. Gleichzeitig sind für vermietete Wohngebäude auch Volleinspeisungsmodelle mit erhöhter EEG-Förderung interessant.
Wallbox-Förderung in Deutschland
Wer Photovoltaik, Stromspeicher und E-Mobilität zusammendenkt, sollte auch mögliche Förderungen für Wallboxen prüfen. Eine allgemeine bundesweite Standardförderung für private Wallboxen gibt es derzeit nicht mehr: Das frühere KfW-Programm „Solarstrom für Elektroautos“ kann nicht mehr neu beantragt werden. Gleichzeitig gibt es neue Fördermöglichkeiten für Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhäusern sowie je nach Standort weitere regionale Programme. Wer eine Wallbox in Verbindung mit einer PV-Anlage plant, sollte deshalb neben bundesweiten Regelungen auch die aktuelle regionale Förderlage prüfen.
Regionale Förderungen
Neben bundesweiten Förderungen können in Deutschland auch regionale Zuschüsse infrage kommen. Diese werden jedoch nicht überall einheitlich auf Ebene der Bundesländer angeboten, sondern häufig über Länder, Städte, Kommunen oder spezielle Förderprogramme. Welche Unterstützung möglich ist, hängt daher stark vom jeweiligen Standort und den aktuellen regionalen Angeboten ab.
Wie unterschiedlich diese Programme ausgestaltet sein können, zeigt zum Beispiel Berlin: Dort fördert das Programm SolarPLUS unter anderem Dachgutachten, Hauselektrik, Stromspeicher, Fassaden-PV und Steckersolargeräte.
In Sachsen gibt es ein Förderprogramm für steckerfertige Photovoltaikkleinanlagen mit einem Zuschuss von 300 Euro je Wohneinheit und antragstellender Person; laut Förderdatenbank ist das aktuell auf Mieterinnen und Mieter begrenzt. Photovoltaik Förderung in NRW läuft mit progres.nrw – Klimaschutztechnik ein Landesprogramm, das laut Förderdatenbank für Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und weitere Akteure offen ist.
Neben den bundesweiten Förderungen können in Deutschland je nach Region weitere Zuschüsse relevant sein. Diese betreffen unter anderem Stromspeicher, Balkonkraftwerke, Fassaden-PV, Hauselektrik, Machbarkeitsstudien, Mieterstrommodelle oder Ladeinfrastruktur. Wer eine PV-Anlage plant, sollte deshalb zusätzlich auch die Förderdatenbank des Bundes sowie regionale Angebote von Ländern, Kommunen und Stadtwerken prüfen.
Nächste Schritte für dein PV-Projekt
Wenn du bereits ein konkretes Photovoltaik-Projekt planst, unterstützen wir dich gerne bei den nächsten Schritten. Dazu gehören die technische Einordnung deines Vorhabens, die Auswahl passender Produkte und ein Angebot, das zu deinem Projekt passt. Dabei setzen wir auf namhafte Hersteller wie Victron und Pytes.
Förderungen in Deutschland: PV-Anlage & Co. – FAQ